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02.04.2021

Ostern einmal anders? Gesunde Tipps rund um den Bärlauch!

Landesrat Eichtinger: „Im Naturgarten ernten, in der ‚Tut gut!‘-Küche zubereiten und am Ostertisch genießen!“

Wenn das Osterfest heuer aufgrund des Lockdowns nicht wie gewohnt verlaufen kann, wollen „Natur im Garten“ und die „Tut gut!“ Gesundheitsvorsorge mit praktischen Hinweisen und Rezeptideen zum saisonalen Klassiker „Bärlauch“ etwas zur Stimmungsaufhellung beitragen. Denn die Natur, der eigene Garten oder ein ausgewogenes Gericht sind wichtige Motivationsfaktoren in Zeiten wie diesen.

Bärlauch richtig ernten

Die Blätter des Bärlauchs wachsen in der Regel nur einzeln aus jeder Zwiebel und sind deutlich gestielt, häufig stehen die Zwiebeln aber in Horsten zusammen. Für die Ernte ist es wichtig, vorab jene Pflanzen zu kennen, mit welchen der Bärlauch verwechselt werden kann, denn bei allzu enthusiastischer Ernte wird er leider immer wieder mit Giftpflanzen wie Maiglöckchen, Herbstzeitlose oder Aronstab verwechselt. Eigentlich sollte das nicht passieren können, denn Bärlauch ist recht gut von allen anderen Pflanzen unterscheidbar. Auch haben die meisten Verwechsler etwas andere Standortsansprüche. Aber leider nicht immer – manchmal kommen die Arten gemeinsam vor. „Frischen Sie Ihre Kenntnisse im Hinblick auf Pflanzenarten, bei denen Verwechslungspotential mit dem Bärlauch besteht, alljährlich vor der Ernte auf. Pflücken Sie die Blätter stets einzeln, denn durch handvolles Ernten können Blätter anderer Pflanzenarten - insbesondere in Beständen mit massenhaftem Vorkommen - unbemerkt mitgepflückt werden“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Häufig findet sich die Empfehlung, man solle sich im Hinblick auf die korrekte Bestimmung der gesammelten Blätter auf den aromatischen Knoblauchgeruch verlassen. Dieses Merkmal ist jedoch trügerisch: hat man bereits Bärlauch gepflückt, riecht alles, was man danach pflückt, auch nach Bärlauch. „Unter blog.naturimgarten.at haben wir die wichtigsten Informationen rund um die gefahrlose Bärlauchernte kurz und übersichtlich für Sie zusammengefasst. Wie Sie Bärlauch am besten von Maiglöckchen, Herbstzeitlose oder Aronstab unterscheiden können, erfahren Sie selbstverständlich auch bei unseren Fachexpertinnen und Fachexperten am ‚Natur im Garten‘ Telefon unter 02742/74333 oder gartentelefon@naturimgarten.at“, empfiehlt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Bärlauch als wildes Schmankerl im Garten

Bärlauch kann auch im eigenen Garten kultiviert werden. Ein feuchter Standort ist die wichtigste Voraussetzung für die Kultivierung dieser für Auwälder typischen Pflanzenart. In gut wasserhaltenden Lehmböden oder bei sommerlicher Wässerung kann er durchaus auch üppige Bestände bilden. „Stehen die Zwiebeln im Sommer zu trocken, so wird sich der Bestand nicht ausreichend etablieren oder vergrößern. Bei langanhaltender und intensiver Trockenheit können auch die Zwiebeln großer Pflanzen im eingezogenen Zustand vertrocknen“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“. Will man aussäen, so sollte man frisches Saatgut gleich nach der Ernte aussäen. Die Keimung erfolgt zwar erst im kommenden Winter, dafür ist die Keimrate nahe 100 Prozent. Gelagertes Saatgut, das im Herbst gesät wird, hat eine weitaus geringere Keimrate. Im Frühjahr gesät keimt es, wenn überhaupt, erst im nächsten Winter. Am passenden Standort wächst der Bärlauch zuverlässig als pflegeleichte und schmackhafte Pflanze, an deren weißen, sternförmigen Blüten sich auch manche Insektenart gerne stärkt.

Bärenkräfte erwecken

Bärlauch, der intensiv riechende Waldbewohner verleiht tatsächlich neue Kräfte, vor allem in der Übergangszeit vom Winter in den Frühling. Das Wildkraut ist reich an Nährstoffen wie Vitamin C, Eisen, Magnesium und Mangan. Außerdem enthält Bärlauch viel an schwefelhaltigen ätherischen Ölen, die nicht nur für das typische Aroma, sondern auch für die gesundheitlichen Effekte sorgen und sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Seine cholesterin- und blutdrucksenkende Wirkung macht ihn außerdem zu einer Bereicherung für das Herz-Kreislauf-System.

Gesundheitstipp

„Im Vergleich zu Knoblauch und Zwiebeln ist Bärlauch bekömmlicher, weshalb er gern als Hausmittel bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt wird“, erklärt „Tut gut!“-Ernährungsexpertin Irene Öllinger und ergänzt: „Bärlauch empfiehlt sich als reinigendes und anregendes Wildgemüse. Er ist als Pflanze komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter. Damit er seine Wirkung voll entfalten kann, soll er frisch verwendet werden. Daher ist er besonders geeignet als Gewürz, für würzige Soßen, Kräuterbutter und Pesto oder als Zutat in der Frühjahrsküche.“

REZEPTVORSCHLÄGE:

Bärlauchsuppe (4 Portionen)

  • 30 – 40 g Bärlauch
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 mehlige Erdäpfel
  • 2 EL Butter
  • Ca. 750 ml klare Gemüsesuppe
  • Saft von 1 Zitrone
  • Etwas Schlagobers zum Verfeinern

Zwiebel, Knoblauch und Erdäpfel schälen, kleinwürfelig schneiden und in 2 EL Butter anschwitzen, mit Gemüsefond aufgießen, aufkochen und die Suppe 20 Minuten köcheln lassen. Suppe fein passieren, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit etwas Schlagobers verfeinern.

Bärlauchaufstrich (2 Portionen / Zubereitung: 5 Minuten)

  • 1 Handvoll Bärlauch
  • 200 - 250 g Frischkäse
  • 1 EL Sauerrahm
  • Salz (evtl. Kräutersalz),Pfeffer

Bärlauch waschen und fein hacken. Dann Bärlauch mit Frischkäse und Sauerrahm verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Vollkornbrot servieren.

Bärlauchpesto (2 Portionen / Zubereitung: 10 Minuten)

  • 1 Handvoll Bärlauch
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 3 - 4 EL kalt gepresstes Olivenöl
  • 1 TL grobes Salz Etwas Pfeffer
  • 3 EL geriebener Parmesan
  • ½ unbehandelte Zitrone (Saft)

Bärlauch waschen und gut trocken tupfen, Nüsse fein hacken und mit Bärlauch, Salz und Pfeffer in einen Mörser geben und langsam Öl und Zitronensaft zugeben. Zu einer homogenen Masse zerstoßen. Statt mit dem Mörser kann man die Zutaten auch mit dem Mixer oder Pürierstab pürieren. Parmesan fein reiben und unterrühren.

Weitere Rezeptideen finden Sie in den „Tut gut!“-Genussrezepten, die hier DOWNLOADEN oder BESTELLEN können.