Startschuss für die Jugendgesundheitskonferenzen in NÖ
LR Antauer/LR Kasser: „Jugendliche entwickeln eigene Projekte, stärken damit ihre Gesundheitskompetenz und fördern ihre psychosoziale Gesundheit.“
Mit Informationsveranstaltungen ab Mitte September startet das Programm der Jugendgesundheitskonferenzen in Niederösterreich unter der Marke „MoodUp“.
Die größte europäische Kinder- und Jugendgesundheitsstudie „HBSC“ (Health Behaviour in School-aged Children) zeigt es ganz deutlich: die psychosoziale Belastung junger Menschen ist gestiegen. Viele Jugendliche berichten – ausgelöst durch Krisen, Reizüberflutungen oder Herausforderungen im persönlichen Umfeld – von Niedergeschlagenheit, Nervosität, Gereiztheit, Zukunftssorgen oder Schlafproblemen.
„Leistungsdruck, Stress und Zukunftssorgen gehören für viele Jugendliche zum Alltag. Wir dürfen nicht warten, bis aus einer Belastung eine Krise wird. Wir müssen junge Menschen früh stärken“,
erklären Landesrat Martin Antauer und Landesrat Anton Kasser gemeinsam.
Bei den Jugendgesundheitskonferenzen in den Bundesländern als Teil der bundesweiten Vorsorgemittel-Strategie geht es daher darum, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, selbst an ihrer Gesundheit mitzuwirken.
Das Angebot richtet sich vor allem an Jugendliche zwischen zwölf und 20 Jahren. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die sie im Alltag beschäftigen. Zum Beispiel: Wie gehe ich mit Stress um?
„Wir holen die Jugendlichen an den Tisch. Sie bringen ihre Erfahrungen ein und setzen ihre Ideen gemeinsam um. Dabei sollen sie erleben: Meine Idee zählt. Ich werde gehört. Ich kann etwas verändern. Das stärkt das Selbstvertrauen und hilft auch im weiteren Leben“,
betonen die beiden Landesräte.
Die Jugendlichen wählen ihre Themen selbst und entwickeln dazu eigene Projekte mit Umsetzungspartnern. Pro Gruppe stehen bis zu 500 Euro Förderung zur Umsetzung des Projektes zur Verfügung. Jugendeinrichtungen, Schulen und Gemeinden unterstützen die Durchführung. Für sie gibt es in den nächsten Wochen die ersten drei Informationsveranstaltungen: am 21. September in Amstetten, am 8. Oktober in St. Pölten und am 13. Oktober online.
Am Ende der Projekte, die durch Workshops begleitet werden, stehen die Jugendgesundheitskonferenzen, bei denen die Gruppen anderen Jugendlichen ihre Projekte präsentieren können. Den Auftakt machen Amstetten am 17. Juni 2027 und St. Pölten am 24. Juni 2027. Im Jahr 2028 folgen Mistelbach, Zwettl und Wiener Neustadt. Damit erreicht das Angebot alle fünf Hauptregionen Niederösterreichs.
„Wer früh lernt, mit Stress umzugehen, Probleme zu erkennen und Hilfe anzunehmen, nimmt dieses Wissen für sein ganzes Leben mit. Wir wollen jungen Menschen das Werkzeug geben, mit dem sie gesund und selbstbewusst durchs Leben gehen“,
so Antauer und Kasser abschließend.
Auftraggeber ist der Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds NÖGUS.
Die „Tut gut!“ Gesundheitsvorsorge setzt das Projekt bis 2028 um. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der österreichweiten Vorsorgestrategie aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur.
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