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„Gesunde Gemeinde“

Gesundheitsförderung und Prävention tun Ihnen gut – das Programm unterstützt Sie direkt vor Ort bei der Umsetzung eines gesunden Lebensstils.

Wenn in Niederösterreich die Schlagworte Gesundheitsförderung und Prävention genannt werden, sind sie unmittelbar mit dem Programm „Gesunde Gemeinde“ in Verbindung zu bringen. „Tut gut!“ begleitet die Arbeitskreise in den „Gesunden Gemeinden“ bei der Erarbeitung und Umsetzung von Projekten und Veranstaltungen für einen gesünderen Lebensstil. Ziel ist es, die geplanten Aktivitäten direkt vor die Haustür der Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger zu bringen.

„Gesunde Gemeinde“ in Niederösterreich

Die „Gesunde Gemeinde“ in Niederösterreich ist ein Programm von „Tut gut!“. Es startete bereits 1995 mit dem Ziel, die teilnehmenden Gemeinden bei der Durchführung von Gesundheitsförderung und Prävention zu unterstützen.

Die „Gesunde Gemeinde“ bietet eine Plattform, die diverse Angebote (auch von anderen Vereinen oder Organisationen) bündelt. Sie dient so als „Drehscheibe“ aller Aktionen im Gesundheitsbereich.

Die zentrale Frage lautet: Wie können wir Gemeinden so gestalten, dass es den Bewohnerinnen und Bewohnern leichter fällt, sich gesund zu verhalten?

Das Programm möchte daher Hilfestellung beim Aufbau einer Struktur bieten. In der Gesundheitsförderung ist es üblich, offene Arbeitskreise in der Gemeinde zu installieren. Alle, die sich gerne zu diesem Thema einbringen wollen und können, sind eingeladen dies zu tun. Menschen haben unterschiedliche Talente, Gemeinden unterschiedliche Potenziale und Ressourcen… und genau diese wollen wir fördern!

Weitere Informationen

Imagefilm: „Gesunde Gemeinde“ in Niederösterreich

„Gesunde Gemeinde“ werden - aber wie?

  • Sie wohnen in einer Gemeinde in Niederösterreich
  • Bei Interesse kontaktieren Sie die Programmleiter Herbert Wojta-Stremayr
  • Sie informieren Ihre Bürgermeisterin bzw. Ihren Bürgermeister
  • Die Gemeindemandatarinnen und Mandatare stimmen für die „Gesunde Gemeinde“ (das heißt die Bürgermeisterin bzw. der Bürgermeister und die Gemeindemandatarinnen und Gemeindemandatare sind bereit, die „Gesunde Gemeinde“ zu unterstützen
  • Ein jährliches Budget von ca. € 0,40 bis € 1,00 pro EW für die Veranstaltungen in der „Gesunden Gemeinde“ steht für den Arbeitskreis zur Verfügung
  • Sie retournieren das ausgefüllte Datenblatt an die Initiative „Tut gut!“

Ihre Regionalberaterin bzw. Ihr Regionalberater ist …

  • Ansprechperson für alle Fragen der „Gesunden Gemeinde“ und Informantin bzw. Informant zu sämtlichen Programmen/Projekten/Aktionen der Initiative „Tut gut!“
  • eine unmittelbare Vernetzungsperson zwischen der „Gesunde Gemeinde“ und der Initiative „Tut gut!“

Qualitätssicherung in der Gemeinde

Bereits über 70 % aller Gemeinden in Niederösterreich nehmen am Programm „Gesunde Gemeinde“ teil. Die Initiative „Tut gut!“ möchte sich durch eine Grundzertifizierung und die Vergabe einer Plakette der Qualitätssteigerung und -sicherung dieser wertvollen Arbeit in den Gemeinden widmen.

Wie erreicht die „Gesunde Gemeinde“ die Grundzertifizierung?

Das Grundzertifikat kann erlangt werden, wenn die Struktur- und Prozessqualität der Arbeit in den Gemeinden gestärkt wird. Dafür müssen über den Arbeitskreis zumindest 8 von 10 vorgegebene Kriterien erfüllt werden.

Auf Strukturebene sind dies folgende Kriterien:

  • Das Programm „Gesunde Gemeinde“ wurde in der Gemeinde vorgestellt.
  • Ein Arbeitskreis mit einer Arbeitskreisleitung steht bereit.
  • Der Arbeitskreis ist offen und wird öffentlich angekündigt.
  • Der Arbeitskreis bekommt ein Budget von der Gemeinde.
  • Der Arbeitskreis wird von der Gemeinde unterstützt.

Auf Prozessebene sind dies folgende Kriterien:

  • Regelmäßige Arbeitskreissitzungen finden statt.
  • Die Regionalberaterin bzw. der Regionalberater wird zu den Arbeitskreisen eingeladen.
  • An den Arbeitskreisen nehmen Personen aus verschiedensten Fachbereichen teil.
  • Von den Arbeitskreissitzungen werden Protokolle geschrieben und zur Verfügung gestellt.
  • Die „Gesunde Gemeinde“ handelt vernetzt als Plattform für Gesundheitsförderung und Prävention in der eigenen Gemeinde.

Die Grundzertifizierung ist eine Auszeichnung für die Qualitätsentwicklung in der „Gesunden Gemeinde“. Der Stellenwert der „Gesunden Gemeinde“ steigt durch die Grundzertifizierung, da die qualitativ wertvolle Arbeit in den Vordergrund gerückt und gesichert wird. Darüber hinaus können noch nicht entdeckte Ressourcen erhoben werden.

Im Rahmen einer Festveranstaltung wird das Grundzertifikat überreicht, es gilt für einen Zeitraum von 6 Jahren.

Wie erreicht die „Gesunde Gemeinde“ die Plakette?

Gemeinden können (nach Erhalt der Grundzertifizierung) eine noch höhere Auszeichnung im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention erreichen – die Plakette. Durch den Erhalt der Plakette wird die Ergebnisqualität in den Gemeinden gesteigert.

Die Plakette beruht auf einem Prinzip von 4 Bausteinen:

  • Die „Gesunde Gemeinde“ ist grundzertifiziert (1. Baustein).
  • Eine Person aus dem Arbeitskreis nimmt an einem Workshop zum Thema „Projektnachhaltigkeit“ (Workshop „Projekte nachhaltig gestalten“ oder „Projekte neu beleben“) teil. (2. Baustein).
  • Im Arbeitskreis wird, gemeinsam mit der zuständigen Regionalberaterin bzw. dem zuständigen Regionalberater, ein Projekt nach den Kriterien der Nachhaltigkeit bearbeitet. (3. Baustein)*
  • Die Gemeinde reflektiert die Inhalte des absolvierten Workshops und deren Umsetzung in der jeweiligen Gemeinde und gibt – anhand einer Vorlage – Feedback dazu. (4. Baustein).

Im Rahmen einer Festveranstaltung wird die Plakette verliehen, sie gilt für einen Zeitraum von 3 Jahren.

 

*Diese Themenschwerpunkte beziehen sich auf einen Zeitraum von 3 Jahren, danach werden andere Themenschwerpunkte angeboten. Achtung! Bei sämtlichen Workshops gibt es eine beschränkte Teilnehmerzahl! Nähere Auskunft dies bezüglich kann die Regionalberaterin bzw. der Regionalberater geben.

20 Jahre „Gesunde Gemeinde“ (1995 – 2015)

1995 wurde die „Gesunde Gemeinde“ im Rahmen des damaligen "Gesundheitsforum NÖ" gegründet. Noch im selben Jahr starteten 36 Gemeinden mit ersten Angeboten im Zeichen der Gesundheitsförderung. Das Programm wuchs stetig und so durften wir bis Ende 2015 377 Gemeinden, also mehr als 65 % aller Gemeinden in Niederösterreich, im Netzwerk begrüßen! Über 3000 Personen engagieren sich für die „Gesunde Gemeinde“, dies sind über 10.000 ehrenamtlich geleistete Stunden jährlich. Dafür sagen wir ein herzliches DANKE! Unser Jubiläum feierten wir einmal mit Vernetzungstreffen in den einzelnen Vierteln, wo wir alle Personen der „Gesunden Gemeinde“ sehr herzlich zu einem Austausch, gemütlichen Beisammensein und Kennenlernen eingeladen haben.

Auch der „Gesunde Gemeinde“-Tag im Herbst 2015 stand ganz unter dem Motto „20 Jahre“. Als besonderes Zuckerl wurde eine Festschrift 20 Jahre „Gesunde Gemeinde“ mit zahlreichen Fotos, Geschichten, Zahlen und Fakten der letzten 20 Jahre, aufgelegt.

Download der Festschrift „20 Jahre Festschrift »Gesunde Gemeinde«“

Online-Kooperationstool für „Gesunde Gemeinden“

Ernährungsangebot für „Gesunde Gemeinden“

Seit 1. Jänner 2020 gibt es für „Gesunde Gemeinden“ ein neues, kostenloses Angebot für den Qualitätsbereich Ernährung. Mit diesem Konzept soll den „Gesunden Gemeinden“ ein Angebot zur Verfügung gestellt werden, das schwerpunktmäßig für den Zeitraum von einem Jahr den Fokus auf das Thema Ernährung in meiner „Gesunden Gemeinde“ legt.

Dabei erstellen Sie gemeinsam mit Ihrer Regionalberaterin oder Ihrem Regionalberater ein Projektkonzept, wobei die Zielgruppe, ein Projekttitel, Veranstaltungstermine und vor allem Maßnahmen zur nachhaltigen Umsetzung – unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen in Ihrer Gemeinde – überlegt werden. Nachdem diese Projektidee an die „Tut gut!“ übermittelt wurde, kann der Ernährungsschwerpunkt starten.

Dabei können drei Module angeboten werden:

  • Kochworkshops
  • Ernährungsexperimente
  • Ernährungsvorträge

Die Umsetzung dieser Module ist kostenlos (begrenztes Kontingent) – die Lebensmittelkosten sind jedoch von der „Gesunden Gemeinde“ zu übernehmen.

Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrer Regionalberaterin oder Ihrem Regionalberater oder von Sandra Pfeffer, BSc (sandra.pfeffer@noetutgut.at, 02742/9011-14414).

Das Informationsblatt zum Ernährungsangebot können Sie hier downloaden.

Video „Tut gut!“-Wanderweg in Rastenfeld

FAQs – Häufig gestellte Fragen

„Gesunde Gemeinde“

Wie kommt eine „Gesunde Gemeinde“ zu personeller Unterstützung?

Sobald die Gemeinde „Gesunde Gemeinde“ ist. Die Regionalberaterin bzw. der Regionalberater wird zur Unterstützung im Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“ von „Tut gut!“ kostenlos zur Verfügung gestellt.

Wie kommt eine „Gesunde Gemeinde“ zu finanzieller Unterstützung?

Finanzielle Unterstützung kann ausschließlich über Projekte bzw. Veranstaltungen im Sinne der Gesundheitsförderung und Prävention ausgeschüttet werden. Diese müssen den dafür vorgesehenen Richtlinien entsprechen.

Wer entscheidet, welche Projekte und Veranstaltungen der Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“ durchführt?

Der Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“ selbst.

Müssen vom Arbeitskreis beschlossene Aktivitäten noch einmal im Gemeinde-/Stadtrat freigegeben werden?

Nein.

Gibt es Förderung/Unterstützung von Seiten „Tut gut!“?

Ja. In personeller und finanzieller Form.

Warum soll meine Gemeinde eine „Gesunde Gemeinde“ werden? Welchen Nutzen haben die Bürgerinnen und Bürger davon?

  • Sensibilisierung für die eigene Gesundheit

  • Steigerung des persönlichen Wohlbefindens

  • Kommunikation zum Thema Gesundheitsförderung wird immer wieder angeregt

  • Möglichkeit zur aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, eigene Wünsche und Ideen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention einzubringen und umzusetzen

Welchen Nutzen hat die (politische) Gemeinde davon, am Programm „Gesunde Gemeinde“ teilzunehmen?

Positives Image der „Gesunden Gemeinde“ - nicht nur ideell, sondern auch sichtbar, z.B. durch:

  • die „Gesunden Gemeinde“-Tafeln, die an „Gesunde Gemeinden“ vergeben und beispielsweise bei Ortseinfahrten angebracht werden

  • einen „Tut gut!“-Wirt in der Gemeinde

  • einen „Tut gut!“-Wanderweg in der Gemeinde

  • einen „Tut gut!“-Schritteweg in der Gemeinde

Wer/was ist der Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“?

Der Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“ ist jenes Gremium, das die Aktivitäten für die „Gesunde Gemeinde“ plant, organisiert und durchführt.

Welche Form hat der Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“?

Er gilt als „OFFENER“ Arbeitskreis (und ist daher kein Verein oder keine Körperschaft öffentlichen Rechts). Das heißt, dass bei jeder Sitzung öffentlich eingeladen werden soll/muss. Es besteht für alle Bürgerinnen und Bürger bei jeder Sitzung die Möglichkeit, mitzuarbeiten aber auch wieder „auszusteigen“.

Wer kann/soll im Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“ dabei sein?

Jede Person aus der Gemeinde, die sich mit dem Thema Gesundheitsförderung und Prävention beschäftigen möchte, oder einen Beitrag zu diesem Thema leisten kann oder will.

Wer soll/darf die Arbeitskreisleitung in der „Gesunden Gemeinde“ wahrnehmen?

Jede interessierte Person aus der Gemeinde kann die Arbeitskreisleitung übernehmen. Wichtig ist, dass diese Person einen „guten Draht“ zur politischen Gemeinde hat. Die Arbeitskreisleitung sollte im Sinne der Vernetzung und Partizipation (= Bürgerbeteiligung) sehr klar und offensichtlich agieren.

Welche Aufgaben hat die Arbeitskreisleitung?

Die Arbeitskreisleitung ist Ansprechperson vom und für den Arbeitskreis bzw. für die Bevölkerung in der „Gesunden Gemeinde“. Bei dieser Person laufen alle Informationen zusammen.

Wer bekommt das Budget, das von der Gemeinde für den Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“ zur Verfügung gestellt wird?

Wie das Budget für den Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“ deponiert wird, ist eigenständig von der Gemeinde handzuhaben (z.B.: eigenes Konto, eigene Kostenstelle, etc.). Wichtig ist, dass der Arbeitskreis immer auf das Geld zugreifen kann.

Programmleitung

Herbert Wojta-Stremayr

Programmleiter „Gesunde Gemeinde“ & Berater „Gesunde Gemeinde“

Team

Marion Rapf

Bereichsmitarbeiterin

Katharina Steingassner, BSc

Programmmitarbeiterin

„Gesunde Gemeinde“-Regionalberaterinnen und Regionalberater

Mag.a Andrea Hebesberger, MBA

Beraterin „Gesunder Betrieb“ & „Gesunde Gemeinde“

Dominik Heinrich, BSc

Berater „Gesunde Gemeinde“

Alexandra Hofbauer, MBA

Beraterin „Gesunder Betrieb“ & „Gesunde Gemeinde“

Claudia Hoffmann

Beraterin „Gesunde Gemeinde“ & „Gesunde Schule“

Elisabeth Kramreiter, BSc

Beraterin „Gesunder Betrieb“ & „Gesunde Gemeinde“

Mag.a Sabine Kromoser, BSc

Programmmitarbeiterin & Beraterin „Gesunde Gemeinde“

Mag.a (FH) Iris Laverde-Höller

Beraterin „Gesunde Gemeinde“

Dipl. Päd. Veronika Müllner

Beraterin „Gesunde Gemeinde“ & „H2NOE“-Wasserschule in NÖ

Elfriede Pachner

Beraterin „Gesunder Betrieb“ & „Gesunde Gemeinde“

Julia Past

Beraterin „Gesunde Gemeinde“ & „Vorsorge Aktiv“ & Programmmitarbeiterin „Vorsorge Aktiv Junior“

Anna Speiser

Beraterin „Gesunde Gemeinde“ & „Vorsorge Aktiv“

Birgit Wurzer, BA

Beraterin „Gesunder Betrieb“ & „Gesunde Gemeinde“

Lisa Völker, BA

Beraterin „Gesunde Gemeinde“